Was ist ein Ionisator?

Ein Ionisator ist ein elektrisches Geräte, welches zum einen die Belastung der Luft durch Staub, Pollen und Sporen reduzieren und zum anderen das Wohlbefinden des Menschen durch Erhöhung der Ionendichte steigern soll. Dazu werden im Inneren des Ionisators Ionen (siehe Was sind eigentlich Ionen?) erzeugt und über ein kleines Gebläse an die Raumluft abgegeben.

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Schmutzteilchen mit Ionen

Ionen und Schwebeteilchen

Bei den von den Ionisatoren erzeugten Ionen handelt es sich um elektrisch geladene Atome und Moleküle, die durch Energieeinwirkung ein Elektron verloren bzw. ein Elektron dazu gewonnen haben. Durch dieses Ungleichgewicht zwischen Protonen und Elektronen sind die Teilchen elektrisch nicht mehr neutral. Jetzt haben wir bereits als Kinder in der Schule beigebracht bekommen, dass entgegengesetzte Pole bzw. Ladungen sich gegenseitig anziehen. Nicht anders ist es bei den Ionen und Partikeln von Hausstaub, Pollen oder Sporen.

Auch diese Schadstoffe sind elektrisch nicht neutral (weshalb sie sich gerne am Fernseher oder auf Kunststoffflächen ablagern, die ebenfalls elektrisch nicht neutral sind), so dass sich Ionen und Staub gegenseitig anziehen und aneinander haften. Bereits durch das Anlagern der Ionen an den Staubpartikeln wird ihr Gewicht erhöht. Ergänzend begünstigen solche „geladenen“ Schwebeteilchen die Clusterbildung, d.h. bereits geladene Schwebepartikel verbinden sich untereinander. In Summe werden die Teilchen-Cluster so schwer, dass sie nicht mehr von der Luft getragen werden können und zu Boden sinken.

Viele Ionisatoren verfügen gleichzeitig über eine geladenen Metallplatte, welche die Schmutzpartikel anziehen kann. Die Verunreinigungen der Luft sammeln sich somit im Ionisator und können leicht abgesaugt und dem Hausmüll zugeführt werden.

Ionen und Wohlbefinden

Ionen wird ein direkter Einfluss auf unser Wohlbefinden nachgesagt. Messungen an Wasserfällen, dem Meer oder dem Gebirge – also Orte an denen wir in der Regel uns aktiv und kraftvoll fühlen – zeigen deutlich höhere Konzentrationen an Ionen und stützen diese These. Ebenso weist die Luft nach Gewittern durch eine hohe Ionendichte auf und auch diese Umgebung nehmen wir als erfrischend und rein wahr.

Ionen-Konzentration pro cm³Ort
25.000 - 80.000Wasserfälle
5.000 - 20.000Höhlen
1.000 - 5.000Gebirge
1.000 - 2.000Land
250 - 750Stadt
0 - 250Geschlossene Räume / Büros

Ionisatoren versuchen durch Erzeugung von Ionen und Abgabe in die Raumluft den Effekt nachzuahmen und die verschwindet geringe Anzahl von Ionen in geschlossenen Räumen zu erhöhen.

Vorteile von Ionisatoren

Ionisatoren sind in der Regel sehr kompakte Geräte, die selbst auf einem Schreibtisch, ja sogar in Form von Zigarettenanzündern im Auto Platz finden können. Auch die Anschaffung ist verglichen mit Luftreinigern und Luftwäschern sehr günstig und Geräte für unter 50 EUR gibt es zahlreich. Ein bei Amazon besonders hoch bewerteter Ionisator für rund 40 EUR ist der Ionisator mit UV-Desinfizierung von Gideon*.

Produktfoto – (Quelle: Amazon) *

Ein weiterer Vorteil ist die Funktionsweise und der mit ihre verbundene Verzicht auf zusätzliches Filtermaterial. Alleinig der Sammelbehälter bzw. die Staubfangplatte muss von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Dies geschieht durch Absaugen oder Abspülen und erspart Zeit und Geld.

Kritische Betrachtung

Ionen – also geladenen Teilchen – finden sich ohne unser Zutun in der Natur wieder. Besonders hohe Konzentrationen sind im Küstengebiet und an Wasserfällen, aber auch nach Gewittern messbar. Eben diese Teilchen tragen dazu bei, dass wir die Luft in diesen Gebieten und Situation als besonders erfrischend und rein wahrnehmen.

Im Hinblick, auf die reinigende Wirkung von Ionisatoren besteht wenig Zweifel, wohl aber über die Belastung der Gesundheit von Mensch und Tier.

Ionen werden häufig mit Hilfe hoher elektrischer Spannungen erzeugt bei deren Verwendung auch Ozon entstehen kann. Auf der einen Seite ist das ideal, denn Ozon ist ein hochreaktives Gas und kann eine Vielzahl von Geruchsmoleküle spalten und somit „dicke Luft“ beseitigen. Auf der anderen Seite können die Abbauprodukte ein deutlich größeres Risiko für die Gesundheit sein, als der Ausgangsstoff selbst. Werden Ionisatoren z.B. als Rauchverzehrer genutzt, um Zigrattenqualm in geschlossenen Räumen zu beseitigen, dann funktioniert dies vergleichsweise gut, gleichzeitig sind die Abbauprodukte von Tabak und Nikon selbst gesundheitsgefährdend.

Aber nicht nur die Abbauprodukte, auch das Ozon selbst stellt eine Belastung der Gesundheit dar. Wer im Hochsommer aufmerksam die Nachrichten verfolgt, wird sich an Warnung aufgrund der hohen Belastung durch bodennahes Ozon erinnern. Symptome wie Hustenreiz, Atemwegsprobleme und Kopfschmerzen können auf eine Ozonbelastung hinweisen. Bei hohen Konzentrationen ist der stechend-scharfe Geruch charakteristisch und ein deutliches Zeichen dafür, dass die Belastung für den Menschen auf Dauer zu hoch ist.

Entsprechend kontrovers wird die Nutzung von Ionisatoren diskutiert. Wenn Sie sich ein Luftreiniger mit Ionisator zulegen wollen, dann achten Sie darauf, dass dabei kein oder nur sehr wenig Ozon produziert wird. Berücksichtigen Sie auch, in welchem Maße und in welchen Situationen Sie den Ionisator einsetzen wollen.