Sick-Building-Syndrom – Das krankmachende Gebäude

Arbeiten Sie in einem Bürogebäude und fühlen sich am Arbeitsplatz oft krank, sobald sie jedoch das Gebäude verlassen, klingen die Beschwerde schnell ab? Dann gehören Sie vielleicht zu den rund 30% der Menschen die am Sick-Building-Syndrom (SBS) leiden.

Was ist das Sick-Building-Syndrom?

Das Sick-Building-Syndrom (auch Gebäudekrankheit) ist eine zeitliche und ortsgebundene Beeinträchtigung des Wohlbefindens und Gesundheitszustandes, die mit typischen Anzeichen wie

  • tränende Augen
  • gereizte Schleimhäute
  • Konzentrationsmangel
  • Kopfschmerzen

einhergeht. Die Krankheitssymptome treten meist nach langen Aufenthalten in Gebäuden auf und klingen nach dem Verlassen des Gebäudes schnell wieder ab. Die Beschwerden sind unspezifisch, können also keiner konkreten Erkrankung zugeordnet werden. Genauso unspezifisch sind die Ursachen, d.h. man weiß nicht genau, was die Beschwerden auslöst.

Was sind die Ursachen des Sick-Building-Syndroms?

Die Ursachen für das Sick-Building-Syndrom werden bereits seit Jahren intensiv untersucht, da neben dem individuellen Schaden auch ein nicht unerheblicher volkswirtschaftlicher Schaden entsteht. Bisher ist es nicht gelungen, spezifische Auslöser für die Symptome zu identifizieren. Da die Belastung jedoch nur beim Aufenthalt in den Räumen anhält und nach Verlassen der Räume in der Regel verschwindet, stehen Luftschadstoffe im Verdacht, ursächlich zu sein.

Die vielfach gescholtenen Klimaanlagen können ähnliche Beschwerden hervorrufen, sind jedoch meistens nicht schuld. Durch die verbauten Filter ist die Luft in Räumen mit Klimaanlage häufig sogar weniger belastet.

Darüber hinaus können auch Allergien (z.B. Heuschnupfen) PuTTY agent download , tätigkeitsbezogener Stress und Unzufriedenheit Auslöser bestimmter Beschwerden sein, die dann nicht zwingend in Verbindung mit dem Gebäude stehen.

Ab wann spricht man vom Sick-Building-Syndrom?

Reizungen der Schleimhäute und Atemwege, Kopfschmerzen und Konzentrationsmangel sind unspezifische Krankheitssymptome, die unabhängig vom SBS in der Gesellschaft weit verbreitet sind und eine Erkennen der Gebäudekrankheit damit erschweren. Aus diesem Grund wurden Aspekte identifiziert, welche die gesundheitliche Belastung durch das Sick-Building-Syndrom indizieren:

  • Beschwerden treten bei langem Aufenhalt im Gebäude auf
  • Beschwerden klingen nach dem Verlassen des Gebäudes rasch ab
  • Beschwerden betreffen mehr als 10% der Menschen in dem Gebäude
  • Auslöser der Beschwerden ist unspezifisch

Im Vergleich zum Sick-Building-Syndrom (SBS) muss die Building-Related-Illness (BRI) (engl. gebäudebezogene Erkrankung) klar abgegrenzt werden. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, bei der sowohl das Krankheitsbild, wie auch die auslösenden Ursache klar definiert sind.

Welche Maßnahmen helfen beim Sick-Building-Syndrom?

Ist das Gebäude noch nicht realisiert bzw. stehen Umbauarbeiten an, kann auf die Verwendung von Baustoffen, Farben und Lacken, sowie Einrichtungsgegenständen geachtet werden, welche eine möglichst geringe Belastung aufweisen. Umweltsiegel und Testberichte sind ein guter Anhaltspunkt.

In der Regel wird man sich jedoch in einem bereits eingerichteten Gebäude aufhalten müssen und kann die Wahl der Materialien, Wandfarben und Teppichböden nicht beeinflussen. In diesem Fall hilft nur die Belastung der Luft möglich gering zu halten und dass funktioniert nur, durch den regelmäßigen Austausch der belasteten Luft oder durch den Einsatz von Luftreinigern.

Einen positiven Einfluss hat auch die Aufstellung von Zimmerpflanzen, die bestimmte Schadstoffe aus der Luft abbauen können. Diese Pflanzen tragen nicht nur zum Ambiente bei, sondern fangen gleichzeitig Staub und können die Luftfeuchtigkeit in Räumen positiv beeinflussen.