Wie entsteht Schimmel?

Bei Schimmel handelt es sich um einen flächig wachsenden Pilz der sich im Haus oder der Wohnung vor allem an Wänden, Fensterlaibungen, Dichtungsfugen, aber auch Möbeln und Büchern bilden kann. Die wesentlichen Voraussetzungen zur Schimmelbildung sind schnell erfüllt:

  • Schimmelsporen
    Im Kampf gegen Schimmelsporen wird der Mensch immer den kürzeren ziehen. Das liegt daran, dass Schimmelsporen auf natürliche Weise in der Luft vorkommen. Ausschließen kann man sie nur in Reinräumen, wie sie in der Industrie vorkommen. Im privaten Bereich können Luftreiniger für eine deutliche Reduktion der Schimmelsporen in der Atemluft sorgen.
  • Wasser
    Wasser ist der Quell allen Lebens, und das gilt auch für Schimmelpilze. Die Menge Wasser als Teil der Luftfeuchtigkeit reicht aber in der Regel nicht aus, um Schimmelsporen das Wachstum zu ermöglichen. Gerade in der kalten Jahreszeit schlägt sich das Wasser aber an kalten Stellen nieder und sorgt somit für ausreichend Versorgung. Aber auch feuchte Wände aufgrund defekter oder unzureichender Isolierung können die Grundlage bilden.
  • Substrat
    Auch ein Schimmelpilz braucht zum Wachstum ein Substrat aus dem er Nährstoffe entziehen kann. Schimmelpilze sind dort sehr genügsam. In Tapeten befindet sich Zellstoff und teilweise Holzstückchen, aber auch Staub liefert Nährstoffe.
  • Wärme
    Laufen die Heizungen im Winter, sorgt das automatisch für die benötigte Wärme.

Schimmel bildet sich also generell immer dort, wo die oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind. Schimmelsporen, Wärme und ein Substrat finden sich überall. Das benötigte Wasser ist in der Regel Kondenswasser oder eindringendes Wasser aufgrund von Wasserschäden oder undichten Materialien.

Warum bildet sich Schimmel vor allem im Winter?

Im Winter kommen mehrere Dinge zusammen, die die Entstehung von Schimmel begünstigen. Aufgrund der niedrigen Temperaturen halten sich Menschen eher in geschlossenen, meist überheizten Räumen auf. Durch Ausdünstungen der Menschen, aber auch Benutzung von Dusche, Bad und Küche, sowie dem Aufhängen von Wäsche in den Räumen gelangt Wasser in die Luft. Gerade warme Luft kann vergleichsweise viel Wasser in Form von Wasserdampf aufnehmen. Um die behagliche Wärme nicht zu stören, werden Fenster und Türen zum Lüften geschlossen gehalten, d.h. in den Räumen entwickelt sich ein feucht-warmes Milleau, dass wir Menschen nicht besonders stark wahrnehmen bzw. der Unbehaglichkeit durch Kälte vorziehen.

Trifft diese feucht-warme Luft auf kalte Flächen, dann kondensiert das Wasser an der kalten Fläche. Wände und Fensterleibungen sind meist tapeziert und die Zellulose der Tapeten bietet den Schimmelsporen neben der Wärme und dem Wasser das benötigte Substrat. In Dichtungsfugen ist zwar keine Zellulose vorhanden, wohl aber Staub, der dem Schimmelpilz gleichermaßen als Substrat dienen kann.